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Sponheim/Bad Kreuznach: Teich eines Hobbyjägers als Todesfalle für Füchse


Innerhalb weniger Wochen sind in demselben Teich im Garten eines Hobbyjägers in Sponheim/Bad Kreuznach mindestens vier Füchse tot aufgefunden worden. Für zwei dieser Fälle liegen dem Aktionsbündnis Fuchs Fotobelege vor. Zuletzt war ein junger Fuchs am 12. Oktober mutmaßlich in dem Teich ertrunken.

Anwohner waren durch starken Verwesungsgeruch auf die toten Tiere aufmerksam geworden und hatten den Hobbyjäger darauf angesprochen. Dieser verwies jedoch nur lapidar darauf, dass es sich bei seinem Teich "um die beste Fuchsfalle" handle.

Mindestens vier Füchse wurden tot aus dem Teich geborgen.

Durch die Trockenheit in diesem Jahr war der Wasserstand durchgehend sehr niedrig. Da der Teichrand aus blanker, nur mit Steinen beschwerter Folie besteht, ist das Risiko für Wildtiere groß, beim Trinken hineinzufallen und aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer zu kommen. Es wurde jedoch nichts unternommen, um diese Todesfalle - etwa durch Nachfüllen von Frischwasser - zu entschärfen. Der qualvolle Tod der Füchse wurde also zumindest billigend in Kauf genommen.

Der Fall wurde der Polizei gemeldet. Der Verein Wildtierschutz Deutschland e.V. hat zudem Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gestellt.


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