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Bürger protestieren gegen grausame “Fuchswochen“

20 Feb 2019

Der Jagdverein >>Hubertus<< Gießen und Umgebung e.V. hat dieses Jahr erneut zur sogenannten “Fuchswoche“ aufgerufen. Das Aktionsbündnis Fuchs kündigt an, am Samstag gegen diese ebenso grausame wie sinnlose Jagdtradition zu protestieren.


Während der “Fuchswoche“ versuchen Jäger kurz vor Beginn der gesetzlichen Schonzeit nochmals so viele Füchse zu töten, wie möglich – und das, obwohl jetzt Mitte Februar bereits viele Fähen (hoch)trächtig sind. Vereinzelt werden zur Zeit der Fuchswochen sogar schon Fuchsgeburten dokumentiert. Neben den trächtigen Fähen und ihren ungeborenen Welpen werden bei der Jagd dieser Tage auch Fuchsrüden getötet. Diese Rüden fehlen später als wichtige Helfer bei der Nahrungssuche und Versorgung ihrer Partnerinnen und Welpen – sofern diese die Fuchswoche überleben. Die Fuchswoche ist daher eine besonders grausame Jagdtradition, die noch Monate später für Hunger, Leid, Krankheit und Tot bei Füchsen verantwortlich sein kann. Dabei ignorieren Jagdbefürworter die Tatsache, dass es gemäß Bundesjagdgesetz §22 Abs. 4 grundsätzlich verboten ist, in den Setz- und Brutzeiten „bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere“ zu bejagen.

 

Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass die Fuchsjagd weder eine “Regulierung“ der Fuchsbestände, noch eine Eindämmung von Wildkrankheiten (z. B. Staupe, Räude, Fuchsbandwurm), oder einen sinnvollen, nachhaltigen Beitrag zum Erhalt bedrohter Arten leistet. Das Aktionsbündnis Fuchs, eine bundesweite Initiative von über 60 Organisationen aus dem Natur- und Tierschutzbereich, setzt sich auf Grundlage dieser Erkenntnisse für den Schutz und eine ganzjährige jagdliche Schonung von Füchsen ein. Eine ausführliche Darstellung zur Sachlage hat das Aktionsbündnis Fuchs auf Seiner Website veröffentlicht und mit über 100 Literaturquellen untermauert.

 

 

 

Dass von Seiten des Jagdvereins >>Hubertus<< seit vielen Jahren – wie auch in diesem Jahr – immer wieder dieselben, längst durch Wissenschaft und Praxis widerlegten Rechtfertigungsversuche für die Fuchsjagd angeführt werden, ist ebenso erschreckend wie bezeichnend. Der Fuchs hat es geschafft, sich besser als andere Arten an unsere Kulturlandschaft anzupassen und trotz intensivster Bejagung zu überleben. Ihm deshalb – fernab der Faktenlage – die Schuld am Artenrückgang zuzuschieben und seine massenhafte Tötung zu propagieren, ist schlichtweg unsinnig und schändlich. Tradition, Emotion und jagdliche Ideologie lassen offenbar keinen Raum für überfällige Eingeständnisse und Veränderungen. Zum Glück lassen sich immer weniger Menschen von diesem Jägerlatein beeindrucken und so wachsen Widerstand und begründete Kritik an der Fuchsjagd stetig.

 

Am Samstag, den 23. Februar, wollen die Mitglieder des Jagdvereins >>Hubertus<< ab 15:00 Uhr am Schießstandgelände bei Garbenteich den Abschluss ihrer Fuchswoche “feiern“, die getöteten Tiere zur Strecke legen und glauben machen, sie hätten etwas Gutes getan. Anlässlich dieser Veranstaltung hat das Aktionsbündnis Fuchs vor Ort eine Mahnwache mit Kundgebung angemeldet und möchte im Rahmen eines friedlichen Protests fundierte Kritik an der Fuchsjagd üben. Details zu Organisation und Ablauf der Protestaktion können Sie der Facebook-Seite des Aktionsbündnisses Fuchs entnehmen. Auch der Tierschutzverein TierfreundLich e.V. hat eine Demo angekündigt. Gemeinsam hoffen die Organisationen auf zahlreiche Teilnehmer, um Geschlossenheit im friedlichen Widerstand gegen das unnötige Leiden und Sterben der Jagdopfer zu demonstrieren.

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